Kundenrezensionen
Mein erstes Navi...
Ich habe mir im Vorfeld einige Informationen über die verschiedensten Navis eingeholt. Letzten Endes bin ich dann beim Tomtom gelandet. Mir sind zwar negative Rezessionen aufgefallen, aber die haben mich dann auch nicht abgehalten. Die Installation am PC verlief absolut reibungslos. Auch die Updates der Karten und der Software haben zwar etwas gedauert, funktionierten aber sofort. Nach der Installation empfiehlt sich eine Sicherung aller Dateien über das Menü. Auch die funktionierte.
Einsatz:
Die "Montage" an der Frontscheibe hat gut geklappt. Der Fuß hielt bombenfest. Ein verwackeln oder verrutschen gab es nicht. Die Eingabe der Route war ebenfalls problemlos. Nachdem ich das Navi mit dem Zigarettenanzünder verbunden hatte gings los. Die Lautstärke der Stimme musste ich allerdings auf 60% reduzieren sonst wäre mir ein Trommelfell explodiert. Bei 90 - 100% könnte man das Navi neben einer laufenden Flugzeugturbine benutzen. Allerdings verzerrt die Stimme (Lisa!!) teilweise recht stark bei diesen hohen Lautstärken.
Die Anweisungen kamen früh und "übersichtlich". Bei Zweifeln half ein Blick auf das Display. Das Kartenupdate war aktuell und ließ keine Fragen offen. Die Navigation sowohl auf dem Land als auch in der Stadt war kein Problem. Routenberechnungen verliefen recht zügig.
Fazit:
Für relativ wenig Geld ein solides Gerät, einfach zu bedienen und zuverlässig. Wer auf Schnick-schnack wie MP3-Player, Freisprecheinrichtung, etc. verzichten kann und nur ein NAVIGATIONSGERÄT sucht, wird hiermit bestens bedient sein.
NACHTRAG: Ich nutze dieses Navi nun bereits seit zwei Monaten und bin immernoch schwer begeistert. Nach dem Einschalten kann es ein- bis zwei Minuten dauern (je nach Verhältnissen) bis entsprechend viele Satelliten gefunden werden um zu navigieren. Dann aber funktioniert alles reibungslos. Selbst nach längeren Tunneldurchfahrten (ca.3km!!) hat das Gerät innerhalb von max. 10 sek die Verbindung wiedergefunden. Manchmal allerdings verwundert die vorgeschlagene Route ein wenig. Sie erschien umständlich und unnötig kompliziert. Beim befahren allerdings merkte ich, dass so Stauschwerpunkte, Strecken mit extrem vielen Ampeln oder starkem Feierabendverkehr vermieden wurden. Alles in allem kann ich dieses Gerät immernoch jedem wärmstens empfehlen!!!! TOP!!!
Viele Kritikpunkte, wenn einen die nicht abschrecken: Sehr alltagstaugliches Gerät
Nach längerer Nutzung (4 Monate) hier mal eine gut abgehangene Kritik zu diesem Gerät.
Mein Fazit für Kurzleser steht in der Überschrift, für alle Detail-Interessierten geht es im Folgenden über die Langstrecke.
Minuspunkte:
- Aktualität des TMC (auf Autobahnen): Entweder sind die TMC-Informationen nicht aktuell oder halten mit der Wahrheit hinter dem Berg, um Ausweichstrecken zu entlasten (keine Ahnung, ob das wirklich so ist, ich habe da inzwischen aber sehr stark diesen Eindruck gewonnen) - auf jeden Fall stand ich mehrmals (zuletzt heute wieder im Raum Hamburg; nein, ich war nicht in "Wacken") in einem längeren Stau, den das TomTom trotz aktivem TMC nicht kannte und nicht anzeigte und mich deshalb mitten rein navigierte. (Ich weiß, nicht zwingend ein originäres Problem des TomTom, aber eben doch ein Problem mit dem TomTom).
- USB 1.1: Die Datenrate ist nicht zeitgemäß, sondern schlicht eine Zumutung.
- Der USB-Stecker: Gefummel beim Einstecken, K(r)ampf beim Rausziehen - das Kabel möchte man nach jeder Nutzung den Entwicklern eng um den Hals wickeln und einige Minuten dort belassen.
- Quickfix-Halterung: Meiner Meinung nach eigentlich super (hält an der Scheibe Jahre, wenn man es einmal richtig anbringt) und zusammengeklappt wirklich handlich, aber sowohl das Einrasten des TomTom in den Ring der Halterung (wenn man das reine Gerät abnehmen und wieder einsetzen will) als auch der hinter der Halterung sich kaum greifbar versteckende und nur mit zwei Händen zu fixierende Drehring des "Saugnapfes" kosten Nerven und manchmal sogar Fingernägel und damit viele wertvolle Punkte bei der Praxistauglichkeit.
- QuickFix: Mal ist das Gerät 10 Sekunden nach dem Einschalten wieder orientiert, mal erst nach 90 bis 120 Sekunden (Quote 50/50). Keine Ahnung, woran es liegt, in meinem Fall aber ganz sicher nicht an irgendwelchen Gebäuden oder Garagen (Start ist in der immer gleichen Halterung im immer gleichen Auto an der immer gleichen Stelle vor dem Haus, die Gegend ist nicht mit himmelkratzenden Hochhäusern abgeschirmt, sondern mit Einfamilienhäusern locker bebaut).
- Software/Updates/Komplettsicherungen/TomTomHome: Hier sind ja einige Kritiken zu finden, in denen irgendwelche Helden anderen Nutzern Unfähigkeit beim Umgang mit Software an sich unterstellen - das grenzt an Anmaßung, ich bin sicher, dass die Kritiken wirklich einen wunden Punkt aufzeigen. Bei mir gab es folgende Probleme (wegen der Menge nur jeweils kurz angerissen): 1. Das nach dem ersten Einschalten vorgenommene Karten-Update ging komplett in die Hose (siehe andere Schilderungen, bei mir genauso), der Support hat nicht wirklich helfen können. 2. Komplettabsturz des Gerätes nach Komplettsicherung, aufwändige "Reparatur"-Orgie nach Online-Anleitung half dann irgendwann. 3. TomTom-Gerät und -Home drehen sich gerne mal im Kreis bei Aktualisierungen (das eine will nicht, das andere mag nicht), weder Online-Hilfe noch Support können echt helfen (irgendwann half nur noch die Rücksicherung aller Daten).
- Support: Oh Mann... nichts gegen eine kostengünstige Organisation des Support, das kommt mir ja auch irgendwie beim Preis entgegen, aber wenn drei Supporter aus fünf Ländern mitmischen, geht irgendwann der rote Faden verloren (man achte bei Kontakt mit dem Support stets auf den Spamordner des eigenen Mailsystems, da landen Mails von "TomTom" regelmäßig wegen irgendwelcher seltsamen Absender und wegen der teils krude aufgebauten Inhalte und Betreffe).
- Aktualität: MapShare hin oder her, manche "Neuigkeit" wird auch nach längerer Zeit und trotz eigener Meldung nicht aufgenommen - im von mir erlebten krassesten Fall wurde Linksabbiegen mitten durch den daherrauschenden Gegenverkehr gefordert, an einer eindeutig nicht dafür geeigneten und per Beschilderung dafür sogar explizit verbotenen Stelle. Das vorausschauende Einfädeln an Kreuzungen ist auch nicht immer topp, siehe nächsten Punkt.
- Navigation (an manchen Kreuzungen): Kann ich, nach allen Updates und MapShare-Aktualisierungen, an nicht nur einer Stelle immer wieder zeigen (leider): Man wird aufgefordert, sich links zu halten - und soll sich dann plötzlich, rund 30 Meter vor der Kreuzung, im dichtesten Verkehr über drei Spuren nach ganz rechts orientieren und dann rechts abbiegen . . . Einzige Hilfe: Geradeaus fahren und anderen Weg zeigen lassen, bei späteren Versuchen an der selben Kreuzung kennt man das und ignoriert das Navi.
Pluspunkte:
Ich habe das TomTom trotz aller frustrierenden Erlebnisse nicht zurückgegeben - es kann nämlich ein paar Sachen ziemlich gut:
+ Navigieren: Wenn man dem Ding nicht alles glaubt (innerorts stets die Augen offen halten, vor Autobahnfahrten online über aktuelle Staus informieren), leitet einen die Navigation bei mindestens 90% der Fahrten sinnvoll und entspannt zum Ziel.
+ IQ-Routes: Zum Beispiel am Wochenende im weiten Bogen um die City herum - famos, da will man sich als Autofahrer auch wirklich nicht nach dem Motto "alle auf einmal" hindurchquälen.
+ Neue Strecke berechnen (ich kenne das vom Abbiegen von der Autobahn zur Genüge . . . ): Wenn man die offensichtlichen Versuche, einen auf die alte, nicht gewollte Strecke zurückzuführen, länger als 30 bis 60 Sekunden ignoriert, wird einem sehr schnell (maximal 10 Sekunden) eine sehr vernünftige Alternative angeboten. Bei Autobahnstaus sollte man im Zweifel die Strecke neu berechnen lassen mit der Option "Autobahnen vermeiden".
+ Alltagstauglichkeit, Menüführung, Display, Haptik: Mal abgesehen von der Halterung (siehe oben) und dem "SlowFix" (siehe oben) sehr hoher "Women Acceptance Factor" . . . Was ich damit meine: Ich bin als Gadget-Freund ja gerne auch mal leidensfähig (siehe oben), aber meine Frau fordert, absolut und völlig zu Recht, dass ein Navi einfach nur navigieren und nicht nerven soll. Und siehe da: Diesen Teil seines Jobs erledigt das TomTom sehr gut, trotz der genannten Einschränkungen ist das Navi im Auto inzwischen das Lieblingsgerät meiner Frau (noch mehr als "die Musik"), aus mehreren guten Gründen: 1. Das TomTom macht das Fahren von Termin zu Termin zur entspannten Angelegenheit, auch spontan anberaumte Termine am anderen Ende der Stadt sind ohne Kartengefummel leicht zu schaffen. 2. Die Adresseingabe ist ansprechend einfach und übersichtlich zu erledigen, Favoriten (fest gespeicherte Ziele) sind leicht zu speichern und leicht abzurufen. 3. Das TomTom ist handlich, die 12,90 Euro günstige Tasche vom Elektrodiscounter (mehr braucht man nicht, meine ich) schützt es auch in der gerümpeligsten Handtasche. 4. Die Stimmen sind gut verständlich und in der Lautstärke einfach regulierbar. 5. Das große Touchscreen-Display samt Menüführung macht die Bedienung einfach einfach, die Routendarstellung ist trotz aller Eckigkeit stets tadellos.
(Ich nutze das TomTom übrigens auch sehr gerne, und der Spielzeug-Faktor, wenn man zum Beispiel über die Kartenübersicht Punkte markiert und ansteuert, hat dem TomTom den dritten Punkt gesichert, aber das nur für die Gadget-Freunde als Tipp :o)
Gutes Gerät zum guten Preis
Ich habe mir das Gerät als Nachfolger für die (mittlerweile hoffnungslos veraltete) TomTom-Software auf meinem Palm TX geholt.
Da ich relativ wenig fahre, suchte ich nach einem Gerät für höchstens 200 Euro. Spurassistent und TMC waren Kaufbedingung, auf zusätzlichen Schnickschnack wie MP3-Player oder Bluetooth kann ich jedoch verzichten. Bisher hatte TomTom hier nichts im Angebot. Mit der IQ Routes Edition wurde diese Lücke endlich gefüllt.
Im Lieferumfang ist neben dem TomTom und der EasyPort-Halterung noch die TMC-Antenne, ein USB-Kabel und ein Ladekabel für den Zigarettenanzünder. Ein Steckernetzteil wird nicht mitgeliefert, hier reicht aber jedes handelsübliche USB-Steckernetzteil oder zur Not auch der PC. Es fehlt leider eine Ladekontrollanzeige, man weiß also nicht, wann der Akku voll aufgeladen ist. Mit im Karton ist außerdem eine Anleitung, allerdings verdient dieses Heftchen den Namen kaum.
Die Benutzerführung ist wie für TomTom üblich schnörkellos, die 3D-Ansicht ist eher schlicht gehalten. Zugegeben, die animierten Menüs und kunterbunten 3D-Ansichten der Konkurrenz machen im Laden mehr her, aber während der Fahrt reicht mir beim TomTom ein kurzer Blick, um die Grafik zu erfassen und die gewünschte Information zu finden. Ein wenig Voreingenommen bin ich hier aber auch sicherlich, weil ich schon vorher jahrelang einen TomTom hatte. Ein wenig merkwürdig ist allerdings, dass die Bildschirmtastatur dieses Geräts das englische QWERTY-Format hat, die Tasten Y und Z also vertauscht sind.
Im Vergleich zum Palm TX ist das Display schön hell und die Stimme laut und gut verständlich. Die Computerstimme klingt zwar ein wenig verzerrt, aber selbst die ist im Vergleich zum Palm TX ein Fortschritt.
Der GPS-Empfänger ist sehr empfangsstark, sogar in einem Dachzimmer hatte ich Empfang. Das hat bisher sonst nur mein SiRF-III-Empfänger geschafft, den ich mit dem Palm TX betrieben hatte. Damit bricht auch in Wäldern und Straßenschluchten der Empfang nicht ab.
Das EasyPort ist schnell an der Scheibe angebracht und hält sicher. Das Kugelgelenk geht allerdings sehr schwer, beim Verstellen wie bei einem Rückspiegel rupft man das Gerät aus der Halterung heraus und muss es dann mit zwei Händen wieder in den Haltering einrasten. Fatal, wenn das während der Fahrt passiert. Überhaupt bin ich mal gespannt, wie viele Ab- und Andockaktionen der doch recht filigran wirkende Haltering vom EasyPort mitmacht.
Die zugehörige Software "TomTom Home" befindet sich als Installationsdatei im Gerät selbst, was mich positiv überraschte. Statt sie erst mal aus dem Internet herunterladen zu müssen, steckt man sein TomTom ein und installiert sie sich von dort. Leider ist es eine reine Windows-Software, die allerdings auch auf Linux unter Wine laufen soll - getestet habe ich das noch nicht. Die Software kann einiges, viele Funktionen sind aber ein wenig versteckt, zum Beispiel die Möglichkeit, ein Backup des Gerätes anzufertigen. Ein wenig merkwürdig ist es, dass ein Kartenupdate angeboten wird, welches allerdings so groß ist, dass es nicht auf dem Gerät installiert werden kann. Um den Platz zu schaffen, hätte ich die bereits installierte Karte löschen müssen, welche allerdings (zumindest von der Dateigröße her) wesentlich umfangreicher ist. Ich habe es dann doch lieber sein gelassen.
Das Kartenmaterial der vorinstallierten Karte ist nicht ganz aktuell. Ein vor mehreren Monaten hier in der Nähe fertiggestellter großer Kreisverkehr ist noch nicht in der Karte sichtbar. Zum Glück kann man aber selbst kleine Korrekturen vornehmen. Eine Abkürzung, die sich durch die Verkehrsführung im neuen Kreisverkehr bietet, konnte ich durch das Entfernen einer vorher dort vorhandenen Einbahnstraße in den Navi füttern.
Fazit: Wer nicht gerade Berufsfahrer ist und einen leicht bedienbaren Navi mit allen wichtigen Details, aber ohne Schnickschnack sucht, wird an dem TomTom XL IQ Routes seine Freude haben.
Zum Schluss noch ein Tipp für Autonavi-Anfänger: Lassen Sie sich zuerst mit dem Navi durch Strecken lotsen, die Sie bereits gut kennen, damit Sie sich an die Bedeutung der Anweisungen und die Anzeigen im Display gewöhnen können. Die erste wirklich vom Navi geführte Fahrt wird dann viel entspannter.